Turnierhundsport: (THS)
Diese Sportart gibt es seit den 80er Jahren in Deutschland. Im VDH werden THS-Veranstaltungen als Leichtathletik mit Hund oder als Breitensport mit Hund angeboten. Für Leichtathletik mit Hund ist der Abschluss einer Begleithund-Prüfung (BH) erforderlich. Beim Turnierhundsport steht die Sportlichkeit vom Team Mensch und Hund im Vordergrund. Wesentliche Unterschiede zum Agility sind: Alle Laufsparten (Slalom, Dreisprung und Hindernislauf) müssen vom Hundeführer mitgelaufen werden. Die Vielfältigkeit der Hindernisse ist geringer und stehen immer in festgelegter Reihenfolge. Der Hund arbeitet nicht alleine, er kann jederzeit korrigiert werden und Hilfen erhalten. Der Hund wird generell links geführt.
Die Königsdisziplin aller Turnierhundsportler ist der Vierkampf (VK):
Hierbei gibt es drei Schwierigkeitsstufen!
Hier beginnt man mit einer Unterordnung, d. h. eine bestimmte Reihenfolge an Gehorsamsübungen wird einmalig vorgeführt. Dazu gehört eine Leinenführigkeit, Freifolge, beides ist in verschiedenen Laufschrittarten zu absolvieren, Sitz aus der Bewegung, Platz aus der Bewegung mit Herankommen des Hundes, unter Verwendung lediglich der Kommandos Fuß, Sitz, Platz und Hier. Dabei ist eine technisch präzise Ausführung von entscheidender Bedeutung.
VK1: Hier wird ein verkürztes Schema der Begleithundeprüfung gezeigt. "Sitz" und "Platz" mit Herankommen ist auch hier zu zeigen, allerdings ohne "Ablage" und Gruppe.
VK2: Hier gleicht das Schema der Begleithundeprüfung. Alle Übungen müssen "in Freifolge" (ohne Leine) gezeigt werden. Zusätzlich muss der Hund aus der Bewegung in das "Steh" gebracht werden.
VK3: Ähnelt dem VK 2, jedoch sind die "Platz"- und "Steh"-Positionen aus dem Laufschritt zu zeigen.
Beim Slalom handelt es sich um einen Torlauf, welcher der Länge nach variiert. Im VK1 sind 65 m, im VK2 70m und im VK3 75 Meter aufgebaut. Beide (Mensch und Hund) müssen alle im Zick-Zack gestellten Tore durchqueren. Bei VK1 kann der Hund mit Leine geführt werden, aber es gibt 10 zusätzliche Punkte wenn der Hund unangeleint geführt wird.
Der Hürdenlauf erfordert schon ziemlich viel Disziplin von dem Starterteam. Auch hier gibt es verschiedene Schwierigkeitsgrade: Beim VK1 und 2 beträgt die Laufstrecke 60 m. Es sind insgesamt vier 30cm hohe und 2 m breite Hindernisse gemeinsam zu überwinden. Nach halber Strecke gibt es eine Wendestange die gemeinsam umlaufen wird. Bei VK 3 beträgt die Laufstrecke 80 m und beinhaltet 6 Hürden. Auch hier kann bei VK1 der Hund mit Leine geführt werden, aber es gibt auch hier 10 zusätzliche Punkte wenn der Hund unangeleint geführt wird. Außerdem kann der Hundeführer bei VK 1 noch wählen, ob er mit springt oder parallel zu den Hürden mitläuft.
Im Anschluss kommt noch der Hindernislauf. Ein gerader oder in L-Form verlaufender 75 Meter langer Parcours mit 8 Hindernisse in bestimmter Reihenfolge. Es gibt folgende Hindernisse: einfache Hürde, Schrägwand, Tunnel, Laufdiele, Tonne, Reifen, Hoch-Weitsprung und nochmals eine einfache Hürde. Der Hundeführer läuft parallel zur Hindernisbahn mit, beim Letzten (Hundeführer oder Hund) wird die Zeit im Zieltor gestoppt.
Der Geländelauf erfreut sich großer Beliebtheit. Je nach Kondition von Mensch oder Hund kann man zwischen 1, 2 und 5 Kilometern auswählen. Der Hund muss an der Leine geführt werden, wobei der Hundeführer wählen kann ob er eine Leine mit Bauchgurt wählt oder die Leine in der Hand hält. Es wird nicht als fehlerhaft gewertet, wenn der Hund einen zieht.
Ebenfalls gibt es einen "Mannschaftskampf" (CSC). Drei Hundeführer sind mit ihren Hunden gefragt. Jedes Team steht an seiner Startposition. Erst wenn der Erstgestartete durch sein Zieltor läuft, darf der nächste seinen Abschnitt beginnen. So verhält es sich auch mit dem dritten Paar. Nach zwei Durchläufen werden die begangenen Fehler von der Gesamtlaufzeit abgerechnet und so eine bereinigte Endzeit ermittelt.
Es ist auch möglich im Breitensport zu starten. Hierfür ist keine Begleithundeprüfung erforderlich. Der Breitensport besteht aus
- Hindernislauf
- Shorty
- Dreikampf (auch hier gibt es 3 Leistungsklassen, aber jeweils ohne Unterordnung)
- K.O. Cup
Beim Shorty werden zwei parallele Hindernisbahnen in entgegengesetzte Richtungen durchlaufen.
Eine weitere Variante ist der K.O.-Cup. Zwei Teams kämpfen auf parallelen, baugleichen Hindernisparcours um den Sieg. Im K.O.-System Sieger gegen Sieger wird so der Tagesbeste ermittelt.
Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums des THS im Jahr 2022 wurde der Sprint-Vierkampf entwickelt, um den seit Jahren rück- läufigen Teilnehmerzahlen entgegenzuwirken.
Voraussetzung zum Start: THS-Vorprüfung A. Hierbei handelt es sich um eine Art Grundprüfung für den Hund und wird durch die Prüfungsordnung des VDH geregelt.
Es handelt sich um folgende Disziplinen
- Hürdenlauf VK3
- Slalom VK 3
- Hindernislauf VK3
- 1000 m Canicross-Sprint






